Es gibt Anfragen, die beginnen wie ein kleines Versprechen.
Man liest sie, spürt die Begeisterung, die Vorfreude,
die Pläne der Menschen.
Für einen Moment glaubt man, dass es diesmal wirklich klappen könnte.
Dass ein Hund, der schon so lange wartet, endlich gesehen wird.
Und für einen kurzen Augenblick entsteht ein kleines Licht.
Ein Funken Hoffnung.
Doch genau dieser Funken ist es,
der im Tierschutz so oft wieder erlischt.
Nicht durch große Entscheidungen, sondern durch etwas viel Kleineres – und gleichzeitig viel Verletzenderes:
Gar keine Antwort.
Man schreibt zurück, beantwortet Fragen, erklärt Abläufe,
investiert Zeit, Herz und Verantwortung.
Und dann bleibt der Posteingang leer.
Stunden.
Tage.
Manchmal Wochen.
Man hofft, dass vielleicht nur etwas dazwischengekommen ist.
Doch irgendwann begreift man:
Die Anfrage ist einfach verpufft.
Lautlos.
Wie ein Luftballon, der langsam die Luft verliert,
bis nur noch ein schlaffer Rest übrig bleibt.
Noch härter trifft es, wenn die Menschen doch antworten
– aber erst dann, wenn der Hund schon bereit wäre zu fahren.
Wenn man bereits organisiert hat, telefoniert hat, Einschätzungen gegeben hat, wenn man innerlich schon einen Schritt weiter war.
Dann kommen Nachrichten wie:
„Wir haben inzwischen einen anderen genommen.“
„Wir haben es uns anders überlegt.“
„Mein Mann ist plötzlich dagegen.“
„Wir haben die Beschreibung jetzt erst gelesen.“
„Wir sind doch nicht bereit.“
„Der Hund ist uns zu weit weg.“
Und manchmal kommen Ausreden, die so absurd sind, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll:
„Wir haben gestern spontan ein Kaninchen gekauft.“
„Unsere Nachbarin meinte, der Hund sieht auf dem Foto zu groß aus.“
„Wir fahren nächste Woche in den Urlaub, das wird jetzt doch stressig.“
All diese Momente haben eines gemeinsam:
Der Funken Hoffnung, der kurz aufgeflammt ist,
wird wieder ausgelöscht.
Und jedes Mal tut es ein bisschen mehr weh.
Vielleicht lesen diesen Text nicht die Menschen, die ihn lesen müssten.
Aber falls doch jemand gerade auf der Suche nach einem Hund ist:
Bitte geht respektvoll mit den Menschen im Tierschutz um.
Hinter jeder Antwort steckt ein echtes Herz.
Und jedes Herz kann nur eine begrenzte Anzahl
geplatzter Hoffnungen ertragen.
Unsere Vermittlerinnen und Vermittler machen diese Arbeit alle ehrenamtlich, neben Familie, eigenen Hunden und ihren Jobs!
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